Das Angebot der Spital-Seelsorge

Krankheit und Altwerden gehören zum Leben, trotzdem können beide lästig oder bedrohlich sein.

Wenn neue Fragen auftauchen, sich Lebensübergänge abzeichnen, einem die Kontrolle über das Leben entgleitet, stellen sich viele Fragen:

Wie kann ich all das schaffen? Wie kann ich mit der Krankheit leben? Wer bin ich, wenn ich nicht mehr arbeitsfähig bin? Was wird mir jetzt wichtig?

Begleitung, Besuche

Als Seelsorgerinnen und Seelsorger sind wir für Sie und Ihre Angehörigen da. Wir sind Ihnen ein Gegenüber und begleiten Sie in Ihren Fragen. Wir achten Ihre persönlichen Überzeugungen und Werte.

Wir unterstehen der Schweigepflicht.

Angehörige unserer jeweiligen Konfession besuchen wir – je nach unseren Möglichkeiten – regelmäßig. Gerne bieten wir unsere Begleitung auch Angehörigen anderer Konfession oder Religion an. Bei Bedarf vermitteln wir gerne den Kontakt zu fremdsprachigen Seelsorgern oder zu Vertretern anderer Religionen.

Gebet und Ritual

Nicht immer ist das Gespräch das Richtige, um all das zu fassen, was gerade passiert. Manchmal hat die Wirklichkeit zu viele Facetten, und es braucht eine Ausdrucksform, die Widersprüchliches und Gegensätze in sich vereinigen und verwandeln hilft. Wir unterstützen Sie in diesem Falle gerne mit Gebet: alte, poetische, frei formlierte Gebete, je nach dem, was gerade passt.

Manchmal ist ein Ritual passend. Es gibt verschiedene Formen: Krankensalbung, Krankensegnung, Kommunion oder Abendmahl sind traditionelle Formen, die wir jeweils passend zur jeweiligen Situation neu füllen. Ziel ist es, dass Ihre eigenen spirituellen Kraftquellen (wieder) fließen. Das kann man nicht 'machen'. Es tut oft schon gut, gemeinsam darum zu bitten.

Für Menschen, denen diese traditionellen Formen nicht vertraut sind, gestalten wir gerne neue Rituale, die zur Situation passen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Im Spital stehen wir als unabhängige Fachleute allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Hauses zur Verfügung. Im interdisziplinären Austausch bringen wir gerne unser Wissen und unsere Wahrnehmung ins Gespräch, sei es im Hinblick auf Patienten, sei es im Hinblick auf seelsorgliche, spirituelle oder ethische Fragen.