Krisen-Intervention

Seit vielen Jahren betreuen und begleiten wir Menschen in Lebenskrisen.

Wir tun das im Akutspital und nicht in einer speziellen Abteilung. Denn eine Krise zu haben, gehört zum Leben, zu Veränderung und Wandlung. Unser Konzept ist das Modell Affoltern 1).

Krise - was ist damit gemeint

Wir verstehen Krisen als Erschütterung des Welt- und Selbstverständnisses eines Menschen, der aufgrund belastender äusserer oder innerer Erlebnisse den Lebensalltag nicht mehr zu bewältigen vermag.

Intervention

Dem in seiner Einheit erschütterten Menschen begegnen wir auf allen drei Ebenen (Körper, Seele, Geist) mit intensiver Betreuung, Begleitung und Therapie. Verantwortlich ist ein interdisziplinäres Team, das möglichst unverändert bleibt. Gemeinsam machen wir Schritte, damit der Patient / die Patientin zu neuem Gleichgewicht findet. Dazu gehören: Standortbestimmung, Wecken eigener Kräfte und Ressourcen, Festlegen der weiteren Unterstützung. Die Krisenintervention dauert zwei bis drei Wochen.

Eintritt und Kosten

Die Einweisung erfolgt durch den behandelnden Arzt. Bei Unklarheiten über die Eignung kann ein Vorgespräch stattfinden. Für Patienten mit Wohnsitz im Kanton Zürich werden die Kosten von der Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt. Liegt der Wohnsitz ausserhalb unseres Kantons, muss im Vorfeld mit der Versicherung abgeklärt werden, ob diese für die Kosten aufkommt. Speziell müssen auch allfällige Vorbehalte im Zusatzversicherungsbereich beachtet werden.

1) Ausführlich beschrieben in: 'Menschenmedizin. Von der Vernunft der Vernetzung',
    von Christian Hess und Annina Hess-Cabalzar, R&R Sachbuchverlag, Zürich 2001